Reportage — 14 Minuten

Wie Crowdfunding-Kandidaten Kenias Politik aufmischen

2. August 2017
Themen:

Abgeordnete in Kenia kassieren die höchsten Gehälter der Welt und sind trotzdem korrupt. Junge Kandidaten wie Eddy Oketch und Samantha Maina kämpfen für einen neuen Politikstil.



Eddy Oketch hat es eilig. Der in frisch geputzten Schuhen, einer akkurat gebügelten Anzughose und einem strahlend weißen Hemd gekleidete 26-Jährige ist klein gewachsen, geht aber mit langen Schritten durch das Wohnzimmer seines Hauses in Migori im Westen Kenias, das seit einigen Monaten als Wahlkampfzentrale dient. »Wir sind viel zu spät dran«, sagt er, während er mir kurz die Hand schüttelt, »der Wagen wartet draußen«.

Ein paar Minuten später sitzen wir nebeneinander auf der Rückbank eines schwarzen Geländewagens, der mit einem furchterregenden Tempo und angeschaltetem Warnblinker über eine Landstraße in der 50.000-Einwohner-Stadt rast. »Ich muss mich erst mal ein wenig sammeln«, sagt Eddy In Kenia ist die Anrede mit dem Vornamen üblich, sämtliche Interviewpartner sind im Gespräch mit mir automatisch dazu übergegangen. zu mir, er wirkt erschöpft. »Aber wir haben genug Zeit zum Reden hier im Auto zwischen den Wahlkampfterminen«.

In wenigen Tagen, am 8. August, Details zu Eddys Programm gibt es auf seiner Website (englisch) steht Eddy für das Amt des Senators für den Landkreis Migori zur Wahl. Gleichzeitig stimmen die 20 Millionen

Titelbild: Peter Dörrie - copyright

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